KURZGESCHICHTEN

auf dieser seite möchte ich in dir neugierde für meine kurzgeschichten wecken, danke dir von herzen für deinen besuch und gebe dir ein licht mit auf deinen weg .


  • Bewusstseinsrebell I
  • „Schatz, ich glaube, wir müssen dir ein Update kaufen. Du funktionierst nicht mehr richtig.“ Sorgenvoll betrachtete Nina ihren Mann, der neben ihr im Bett lag. Seit Tagen ging er nicht mehr aus dem Haus und vergrub sich tagsüber in seinem Arbeitszimmer. Er war Professor für Freie Energie (1) an der Universität sowie Leiter des Forschungsprojektes „Orgon / Phase 3“, das angeblich von Geldern anonymer Industrieller finanziert wurde. Woran genau ihr Mann seit Jahren forschte, war Nina unbekannt. Er sprach mit ihr nicht über seine Arbeit. Vor mehreren Jahren, als er den Forschungsauftrag erhielt, hatte er ihr nur erklärt, Orgonenergie (2) sei die Blaue Energie, die überall im Raum vorhanden ist, und somit unerschöpfliche Möglichkeiten der Nutzbarmachung verspricht. WEITERLESEN


  • Bist du heute schon erwacht?
  • Hey Mann, lach nicht. Die Frage ist wirklich ernst gemeint! Bist du heute schon erwacht? Ich meine, bist du heute Morgen tatsächlich aufgewacht, aufgestanden und hierher gekommen, um mit mir nen Kaffee zu trinken? Bist du sicher, dass das hier jetzt gerade kein Traum ist? Ehrlich, wie kannst du dir da so sicher sein? Woher weißt du, dass du heute Morgen aufgewacht bist und nicht noch schläfst? Kannst du mir beweisen, dass es nicht so ist? WEITERLESEN


  • Stadtfieber
  • »Marga! Komm schnell her! Da bedient sich ein junges Pärchen an unseren Obstbäumen!«
    Weil seine Frau keine Reaktion zeigt, läuft Fred aufgeregt in die Küche, schnappt sie am Handgelenk und führt sie zurück zum Fenster, wo er seine Entdeckung gemacht hat. Gemeinsam spähen sie durch die Gardine und beobachten, wie ein Mann und eine Frau, beide sehr elegant gekleidet, durch die Apfelbäume im Vorgarten streifen und hier und da einen Apfel pflücken.
    »Hol unser bestes Geschirr, Schatz«, sagt Fred nach einer Weile freudestrahlend. »Wenn sie schon die Früchte aus unserem Garten kosten wollen, dann aber mit Kaffee und frischem Apfelkuchen.“ Er küsst seine Frau auf die Stirn, begibt sich zur Tür, ruft ihr noch zu: „Nach so vielen Jahren endlich einmal wieder Besuch!«, und verlässt dann beschwingt das Haus, während sich Marga lächelnd zum Schrank begibt, um Teller, Tassen und Besteck zu holen. WEITERLESEN


  • Ein kleiner Schubs Liebe
  • Gabriela parkte ihren Wagen in der grasbewachsenen Einfahrt eines kleinen Holzhauses, das komplett von einem Gemüse- und Kräutergarten umgeben war, der sich widerum um einige alte Eichen schlängelte. Fünf Mal hatte sie in den umliegenden Dörfern nach dem Weg fragen müssen, um dieses verflixte Haus zu finden. Eigentlich hätte sie jetzt jubeln können, endlich angekommen zu sein. Innerlich jedoch verfluchte sie ihre beste Freundin, deren – sicherlich nur wohlgemeinter – Vorschlag der Grund dafür war, warum sie gerade mitten im Nirgendwo vor dem Haus einer fremden Person stand, der sie ihre Lebensgeschichte anvertrauen sollte. WEITERLESEN


  • NACH HAUSE GEHEN
  • dieser elfte tag im april zeigte sich in voller pracht und versprach großartiges. schon früh am morgen begrüßten die vögel mit ihrem klaren gesang die sonne und alles leben, über das sich die warmen sonnenstrahlen auch heute hingebungsvoll ergossen. so gehört es sich auch für einen sonntag, könnte der eine oder andere nun meinen. christiane war bereits vor anbruch des tages aufgestanden, denn für sie würde es ein ganz besonderer tag werden. dieser tag war ihr tag! während des spazierganges mit ihrer hünding kira, mit der sie vertraute wege durch den wald beging, sog sie diesen besonderen, letzten augenblick – der ihr stets der liebste war – dankbar und liebend in ihr herz hinein: das knirschen der steine unter ihren schuhen, das rauschen des windes in den gräsern und blättern, das ächzen der starken bäume, der nach frühling durftende wind an ihrem gesicht, die flach einfallenden sonnenstrahlen in die dunkelsten ecken des waldes, der starke zug an der hundeleine, das freudige schnuppern und herumtollen von kira. WEITERLESEN


  • Bedingungslose Liebe
  • »Meine Kinder liegen mir sehr am Herzen«, erzählt eine Sonne anlässlich der intergalaktischen Versammlung aller Muttersterne des dreidimensionalen Universums. »Vor allem der Erde widme ich besondere Aufmerksamkeit.« WEITERLESEN



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